Zehntausende am Brandenburger Tor: Berlin setzt ein Signal für eine demokratische Republik in Iran

Am 7. Februar 2026 wurde das Zentrum Berlins zur Bühne einer der sichtbarsten Mobilisierungen der iranischen Diaspora der letzten Jahre: Zehntausende versammelten sich rund um das Brandenburger Tor zu einer Kundgebung, die – trotz eisiger Temperaturen und witterungsbedingter Ausfälle im Reiseverkehr – eine starke politische Botschaft ausstrahlte. Unsere Vereine, waren mit dabei!

Hintergrund der Demonstration

Organisiert wurde die Demonstration von einem Bündnis verschiedener iranischer Oppositionsgruppen, die sich gegen jede Art der Diktatur einsetzen, sei es die der Mullahs oder die des Shah. Auffällig war die Breite des Spektrums: Neben Vertreterinnen und Vertretern iranischer Zivilgesellschaft beteiligten sich auch kurdische Organisationen sowie weitere ethnische und nationale Minderheiten. Die Versammlung verstand sich als solidarische Antwort auf die anhaltenden Proteste in Iran und als öffentliches Signal, dass die Forderung nach einem demokratischen Systemwechsel international längst Teil einer europäischen Menschenrechtsdebatte ist.

Schon in den ersten Minuten vor Ort war spürbar, dass es nicht nur um Empörung ging, sondern um politische Zielklarheit: In Reden, Transparenten und Sprechchören verdichtete sich ein gemeinsamer Nenner – Republik statt Diktatur, Säkularismus statt Theokratie, und eine Absage an jede Form von Fremdbestimmung oder Vereinnahmung der iranischen Protestbewegung.

Der frühere Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, ordnete die Demonstration als Ausdruck solidarischer Unterstützung für Protestierende in Iran ein – und als Absage an Theokratie wie an monarchische Diktatur. In seiner Rede hob er den Kernanspruch hervor: eine säkulare, demokratische Republik, „in der alle Bürgerinnen und Bürger gleich sind und niemand unter irgendeinem Vorwand Sonderrechte genießt“.

Forderungen der Demonstrierenden

Am Ende stand nicht nur ein Protestbild, sondern ein politischer Forderungskatalog. Laut dem vorliegenden Bericht wurde die Kundgebung von 380 internationalen Unterstützern und 312 iranischen Vereinigungen getragen und würdigte zudem das Andenken an die verstorbene frühere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth als langjährige Unterstützerin des NWRI.

Die zentralen Forderungen an die internationale Gemeinschaft wurden in wenigen Punkten gebündelt:

  • Recht auf Widerstand anerkennen: Unterstützung des Kampfes der iranischen Bevölkerung und der „Widerstandseinheiten“ für den Sturz des Regimes.
  • Diplomatischer Druck: Schließung der Botschaften des Regimes und Ausweisung seiner Agenten aus Europa.
  • Justiz und Rechenschaft: Befassung des UN-Sicherheitsrats mit dem Ziel der Strafverfolgung wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord.
  • Terrorfinanzierung unterbinden: Die Finanzadern des Regimes in Europa müssen gekappt werden.
  • Deutschland und die EU müssen sich um den freien Internetzugang im Iran bemühen.